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Christoph Gmyrek trainiert Menschen mit geitiger Behinderung im ID-Judo- mit Engagement, Herz und großem Erfolg.

Ohne Menschen, die sich in ihrer Freizeit ehrenamtlich engagieren, würden viele Dinge in der Gemeinschaft nicht funktionieren. Daher werden jedes Jahr einige derjenigen, die im Ehrenamt tätig sind, nominiert für die Ehrenauszeichnung der Stadt Meschede. Unter den Nominierten war dieses Mal auch Christoph Gmyrek.

ID-Judo ist das Steckenpferd von Christoph Gmyrek, wobei ID für Intellectual Disability steht.Von Kindheit an war er begeisteter Sportler, was dann auch dazu führte, dass er Sportlehrer wurde. In das Ehrenamt als Trainer für Menschen mit einer geistigen Behinderung bin ich eigentlich „hereingerutscht“ erzählt er.

„Ich wurde von Lothar Braukmann angesprochen, der im Verein den Papierkram macht. Ich dachte mir, dass ich eigentlich gerade andere Sorgen hatte mit Familie und kleinem Kind, habe aber dann zugesagt der Gruppe für kurze Teit ein wenig Anschubhilfe zu geben“.

Dabei blieb es aber nicht. Heute nach über 15 Jahren ist das wöchtliche Training mit seiner inzwischen 13 köpfigen Gruppe ein fester Termin. „Das hat für mich nichts mit Arbeit zu tun. Es macht einfach Spaß“ Und der Spaß ist auch von beachtlichen Erfolg gekrönt. Gmyrek führte seine Judoka bis zum Braungurt und fährt mit Ihnen auf Tuniere. Mehrfach nahmen sie an den NRW-Meisterschaften teil und holten sogar Medaillen bei den nationalen ,Special-Olympics Sommerspielen, sowie Bronze-, und Silbermedaille bei den Special Olympics Weltspielen in Abu Dhabi. Anschließend holte die Judoka die Goldmedaille bei den Weltspielen 2023 in Berlin. Außerdem wirkte er mit seiner Mannschaft bei inklusiven Veranstaltungen wie dem „Tag der Begegnung“ und dem „Host-Town-Fackellauf“ zu den Special Olympics Games mit.

Die Vermittlung von Werten wie Teilhabe, Disziplin, Teamgeist und Lebensfreude durch den Sport liegt Gmyrek wirklich am Herzen,ebenso ein einfühlsames, kreatives und leistungsorientiertes Training. Um dieses Training dauerhaft zu ermöglichen, organisiert Christoph Gmyrek Gelder durch Veranstaltungen oder auch durch den „Vogelschisskalender“, wodurch beispielweise neue Matten angeschafft werden konnten. Viele scheuen vor ehrenamtlichen Aufgaben zurück, weil man meint, man hat das dann ein Leben lang an der Backe, aber es macht neben der Arbeit, die es mit sich bringt, auch einen Riesenspaß!

Für sein Engagement wurde Gmyrek für die Ehrenauszeichnung der Stadt Meschede nominiert und zur feierlichen Verleihung in die Klostergaststätte eingeladen. Bürgermeister Christoph Weber betonte, dass bereits die Nominierung Ausdruck großer Wertschätzung sei. Alle hier hätten diese Auszeichnung verdient. Ihr Engagement ist außergewöhnlich.In gemütlicher Runde konnten sich die Nominierten dann noch über ihre verschiedenen Einsatzgebiete und Erfahrungen austauschen.

 

WP: Brigitta Bongard